Ist Bitcoin legal?

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Bitcoin ist von Interesse für Strafverfolgungsbehörden, Steuerbehörden und gesetzliche Aufsichtsbehörden, die alle versuchen zu verstehen, wie die Krypto-Währung in bestehende Rahmenbedingungen passt. Die Rechtmäßigkeit Ihrer Bitcoin-Aktivitäten hängt davon ab, wer Sie sind, wo Sie wohnen und was Sie damit machen.

Bitcoin hat sich als umstrittenes Thema für Regulierungsbehörden und Strafverfolgungsbehörden erwiesen, die beide auf die digitale Währung abzielen, um ihre Verwendung zu kontrollieren. Wir befinden uns noch in einem frühen Stadium des Spiels, und viele Justizbehörden kämpfen noch immer darum, die Krypto-Währung zu verstehen, geschweige denn Gesetze zu erlassen. Bei all dieser Unsicherheit stellt sich eine Frage: Ist Bitcoin legal?

Die Antwort ist, ja, je nachdem, was man damit macht.

Lesen Sie hier unseren Leitfaden zur komplexen Rechtslandschaft rund um bitcoin. Der größte Teil der Diskussion bezieht sich auf die USA, wo viele der juristischen Dramen derzeit ausgetragen werden. Alternativ können Sie hier unseren umfassenden Regulierungsbericht für weltweite Expertenkommentare abrufen.

Was sind die Bedenken bei Bitcoin?

Behörden machen sich zunehmend Sorgen über die Auswirkungen von Bitcoin, da Bitcoin anonym genutzt werden kann und somit ein potenzielles Instrument der Geldwäsche ist. Insbesondere die Strafverfolgungsbehörden scheinen über die Dezentralität der Währung besorgt zu sein.

Bereits im April 2012 veröffentlichte das FBI ein Dokument, in dem es seine Befürchtungen in Bezug auf Bitcoin konkret hervorhob und zwischen ihm und zentralisierten digitalen Währungen wie eGold und WebMoney unterschieden wurde. Sie äußerte Bedenken, dass, während die Börsen in den USA reguliert sind, Offshore-Dienste möglicherweise nicht reguliert werden und für Kriminelle ein Zufluchtsort sein könnten, um Bitmünze für illegale Aktivitäten zu verwenden, ohne dass sie zurückverfolgt werden.

Bitcoin war die einzige Währung, die auf der Seidenstraße akzeptiert wurde, einem anonymen Marktplatz, der nur über das TOR-Netzwerk für anonymes Surfen zugänglich war und der im Oktober 2013 vom FBI geschlossen wurde. Die Seidenstraße wurde häufig benutzt, um Waren zu verkaufen, die in vielen Ländern illegal sind, einschließlich Drogen. Dies veranlasste den US-Senator Charles Schumer, die Schließung der Website zu fordern und sie explizit mit Bitcoin zu verknüpfen, das er als „Surrogatwährung“ bezeichnete. Im Juni 2013 beschlagnahmte die US Drug Enforcement Administration Bitcoins von einem in den USA ansässigen Unternehmen für den Kauf einer kontrollierten Substanz.

Wer regelt sie?

Die Regulierungsbehörden werden je nach Land unterschiedlich sein, aber Sie können davon ausgehen, dass die nationalen Finanzregulierungsbehörden an Bitcoin und anderen virtuellen Währungen interessiert sind, möglicherweise zusammen mit den regionalen Regulierungsbehörden auf der Ebene der einzelnen Länder.

FinCEN

In den USA hat das Financial Crimes Enforcement Network (FinCEN), eine Agentur des US-Finanzministeriums, die Initiative ergriffen. Er veröffentlichte Richtlinien über die Verwendung virtueller Währungen. Der Leitfaden von FinCEN vom 18. März 2013 definierte die Umstände, unter denen Nutzer virtueller Währungen als Gelddienstleistungsunternehmen kategorisiert werden können (auch bekannt als Geldübermittlungsunternehmen oder MTBs). MTBs müssen Anti-Geldwäsche (AML) und Know Your Client (KYC) Maßnahmen durchsetzen und die Personen identifizieren, mit denen sie Geschäfte machen.

CFTC

Die US Commodity Futures Trading Commission (CTFC), die sich um Finanzderivate kümmert, hat die Regulierung noch nicht angekündigt, aber deutlich gemacht, dass sie es könnte, wenn sie wollte.

SEC

Die US Securities and Exchange Commission (SEC) hat keine soliden Vorschriften für virtuelle Währungen erlassen, aber ihr Office of Investor Education and Advocacy veröffentlichte eine Investorenwarnung, um vor betrügerischen Investitionsvorhaben mit Bitcoin zu warnen. Insbesondere warnte er vor Ponzi-Schemata, nachdem er den in Texas ansässigen Trendon T Shavers (auch bekannt als’pirateat40′), Gründer und Betreiber von Bitcoin Savings and Trust, mit angeblich 700.000 Bitmünzen von vielversprechenden Investoren mit bis zu 7% wöchentlichem Interesse aufgeladen hatte.
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